
Die Balagne, mit ihren fruchtbaren Höhenzügen, wird auch "Garten Korsikas" genannt, oder aber auch "die Heilige", wegen der vielen religiösen Bauten. Wir können sie aber auch noch "die Feiernde" nennen, denn hier scheint alles zum vorwand zu dienen, um Feste zu feiern und Festivals auszurichten.
Zunächst ist da Calvi: mit seiner großen Bucht und seinem fünf Kilometer langen Strand; den bis in den Monat Mai verschneiten Bergen im hintergrund und den mächtigen Mauern der Zitadelle, die weit ins Meer hinausragen. Man kann sich einfach kein schöneres Panorama vorstellen.
L'Île de Rousse ist ein weiterer Badeort andieser Küste. Er erhielt seinen Namen nach den roten Granitfelsen der Ile de la Pietra im Norden der Stadt. Diese ehemalige römische Niederlassung erlebte ihre Blütezeit unter Pascal Paoli, der hier einen Hafen und Wälle bauen ließ, um dem Schiffsverkehr zwischen Genova und Calvi Konkurrenz zu machen. Das Klima ist hier so mild, dass man die Insel "Ile Douce" ("die Sanfte") nennen könnte. Und gibt es etwas schöneres, als im Schatten hundertjähriger Platanen über die Place Paoli zu schlendern, oder auf dem großen, mit Dattelpalmen umgebenen Platz, Pétanque zu spielen?